Der Wohnort eines Fotografen
29.12.2025
In letzter Zeit denke ich öfters an Etwas, was ich mir nicht aussuchen kann - meinen Wohnort. Und wie sehr er meine Fotografie beeinflusst, welche Bilder man macht – und ob er am Ende sogar eine Rolle für den eigenen Erfolg spielt.
Wenn ich mir Fotos von Leuten aus New York anschaue, oder aus Island, Kanada oder irgendwelchen Küstenorten, dann hab ich sofort dieses Gefühl von: Ja gut, kein Wunder, dass die Bilder gut sind. Hochhäuser, Straßen, Licht, Landschaften, Weite, Dramatik. Da musst du gefühlt nur vor die Tür gehen, einmal klicken, und schon sieht es nach einem starken Foto aus. Zumindest fühlt es sich so an.
Und genau da fangen meine Gedanken an. Wenn das Motiv schon stark ist, wird das Foto dann automatisch besser? Nicht technisch, sondern emotional. Mehr Wirkung, mehr Aufmerksamkeit, mehr Likes, mehr Chancen, dass irgendwer hängen bleibt. Vielleicht sogar mehr Erfolg, was auch immer das im Einzelfall heißt.
Ich merke bei mir selbst: Ich wohne in einer Stadt, die… sagen wir mal vorsichtig… nicht gerade bekannt ist für ihre Schönheit. Keine ikonische Skyline, kein besonderes Licht, keine spektakuläre Natur direkt vor der Haustür. Und im Vergleich zu den umliegenden Städten hat sie gefühlt am wenigsten zu bieten. Das ist jetzt kein Selbstmitleid, eher eine nüchterne Beobachtung. Aber trotzdem frage ich mich: Macht das was mit mir als Fotograf?
Wenn ich weiß, dass andere Fotografen an Orten leben, wo ständig irgendwas Visuelles passiert, dann fühlt sich mein eigener Spielraum kleiner an. Die Motive sind begrenzt, die Hintergründe oft austauschbar, vieles wirkt schnell langweilig oder schon tausendmal gesehen – zumindest hier vor Ort. Und dann kommt dieser eine Gedanke: Vielleicht kann ich hier einfach keine so starken Bilder machen wie jemand, der in einer visuell spannenderen Umgebung lebt.
Auf der anderen Seite ist da aber auch dieser Gegengedanke. Klar, New York ist krass. Aber wie viele Fotografen laufen dort bitte mit der Kamera rum? Wie viele fotografieren exakt dieselben Straßenecken, dieselben Sonnenuntergänge zwischen Hochhäusern, dieselben bekannten Spots? Vielleicht ist die Konkurrenz dort so viel härter, dass es am Ende sogar schwieriger ist, rauszustechen. Ein gutes Foto reicht dann vielleicht nicht mehr, weil es schon hundert ähnliche gibt.
Und dann frage ich mich: Was ist eigentlich schwerer? Wenige Motive zu haben und kreativ werden zu müssen – oder unendlich viele Motive zu haben, aber ständig im Vergleich zu stehen? Ist Erfolg eher eine Frage des Ortes oder eine Frage davon, wie man schaut? Oder ist das einfach eine bequeme Ausrede, die man sich selbst erzählt, wenn man gerade nicht weiterkommt?
Manchmal denke ich, dass ein unspektakulärer Ort einen dazu zwingt, genauer hinzusehen. Details zu finden, Stimmungen, kleine Momente, statt große Wow-Motive. Aber dann kommt wieder dieses Gefühl, wenn ich durch Instagram scrolle und sehe, wie andere mit scheinbar mühelosen Bildern Reichweite aufbauen – einfach, weil der Ort schon für sich spricht.
Ich hab darauf keine klare Antwort. Und ehrlich gesagt will ich auch gar keine haben. Es ist eher so ein ständiges Hin und Her im Kopf. Zwischen Neid und Motivation, zwischen Zweifel und Trotz. Vielleicht beeinflusst der Wohnort den Erfolg als Fotograf mehr, als man zugeben will. Vielleicht aber auch weniger, als man sich manchmal einredet.
Ich weiß nur: Diese Frage wird mich wahrscheinlich noch eine ganze Weile begleiten. Und vielleicht ist genau dieses Nachdenken ja auch schon Teil des fotografischen Weges.
Wenn ich mir Fotos von Leuten aus New York anschaue, oder aus Island, Kanada oder irgendwelchen Küstenorten, dann hab ich sofort dieses Gefühl von: Ja gut, kein Wunder, dass die Bilder gut sind. Hochhäuser, Straßen, Licht, Landschaften, Weite, Dramatik. Da musst du gefühlt nur vor die Tür gehen, einmal klicken, und schon sieht es nach einem starken Foto aus. Zumindest fühlt es sich so an.
Und genau da fangen meine Gedanken an. Wenn das Motiv schon stark ist, wird das Foto dann automatisch besser? Nicht technisch, sondern emotional. Mehr Wirkung, mehr Aufmerksamkeit, mehr Likes, mehr Chancen, dass irgendwer hängen bleibt. Vielleicht sogar mehr Erfolg, was auch immer das im Einzelfall heißt.
Ich merke bei mir selbst: Ich wohne in einer Stadt, die… sagen wir mal vorsichtig… nicht gerade bekannt ist für ihre Schönheit. Keine ikonische Skyline, kein besonderes Licht, keine spektakuläre Natur direkt vor der Haustür. Und im Vergleich zu den umliegenden Städten hat sie gefühlt am wenigsten zu bieten. Das ist jetzt kein Selbstmitleid, eher eine nüchterne Beobachtung. Aber trotzdem frage ich mich: Macht das was mit mir als Fotograf?
Wenn ich weiß, dass andere Fotografen an Orten leben, wo ständig irgendwas Visuelles passiert, dann fühlt sich mein eigener Spielraum kleiner an. Die Motive sind begrenzt, die Hintergründe oft austauschbar, vieles wirkt schnell langweilig oder schon tausendmal gesehen – zumindest hier vor Ort. Und dann kommt dieser eine Gedanke: Vielleicht kann ich hier einfach keine so starken Bilder machen wie jemand, der in einer visuell spannenderen Umgebung lebt.
Auf der anderen Seite ist da aber auch dieser Gegengedanke. Klar, New York ist krass. Aber wie viele Fotografen laufen dort bitte mit der Kamera rum? Wie viele fotografieren exakt dieselben Straßenecken, dieselben Sonnenuntergänge zwischen Hochhäusern, dieselben bekannten Spots? Vielleicht ist die Konkurrenz dort so viel härter, dass es am Ende sogar schwieriger ist, rauszustechen. Ein gutes Foto reicht dann vielleicht nicht mehr, weil es schon hundert ähnliche gibt.
Und dann frage ich mich: Was ist eigentlich schwerer? Wenige Motive zu haben und kreativ werden zu müssen – oder unendlich viele Motive zu haben, aber ständig im Vergleich zu stehen? Ist Erfolg eher eine Frage des Ortes oder eine Frage davon, wie man schaut? Oder ist das einfach eine bequeme Ausrede, die man sich selbst erzählt, wenn man gerade nicht weiterkommt?
Manchmal denke ich, dass ein unspektakulärer Ort einen dazu zwingt, genauer hinzusehen. Details zu finden, Stimmungen, kleine Momente, statt große Wow-Motive. Aber dann kommt wieder dieses Gefühl, wenn ich durch Instagram scrolle und sehe, wie andere mit scheinbar mühelosen Bildern Reichweite aufbauen – einfach, weil der Ort schon für sich spricht.
Ich hab darauf keine klare Antwort. Und ehrlich gesagt will ich auch gar keine haben. Es ist eher so ein ständiges Hin und Her im Kopf. Zwischen Neid und Motivation, zwischen Zweifel und Trotz. Vielleicht beeinflusst der Wohnort den Erfolg als Fotograf mehr, als man zugeben will. Vielleicht aber auch weniger, als man sich manchmal einredet.
Ich weiß nur: Diese Frage wird mich wahrscheinlich noch eine ganze Weile begleiten. Und vielleicht ist genau dieses Nachdenken ja auch schon Teil des fotografischen Weges.